Eine fiktive Geschichte über aktuelle Technologie-Themen mit echten Vorbildern.

Von Alex Ruby [~ 10-15 min]

Sie erstarrte vor Schreck. “Oh mein Gott”, entfuhr es ihr. Mariana drehte sich erstaunt zu Reshma um, als sie den Horror in ihrer Stimme hörte. Reshma machte sofort kehrt und rannte zurück. Sie hatte fünf Minuten, bevor die Transportkapsel, der sogenannte Pod, losfuhr. Um nichts in der Welt wollte sie diese Jungfernfahrt vermissen.

Reshma SohoniEs musste noch im Café liegen. Sie war vor ein paar Stunden aus Gurgaon, Delhi, angekommen. Dort hatte sie sich mit Rahul getroffen, dem Technikvorstand einer Firma, die gut 500 Startup Zentren in ganz Indien verteilt ins Leben riefen und miteinander verbanden. Jetzt wollten sie das Netzwerk weltweit ausbauen, um Gründer und Innovation global zu unterstützen. Deshalb arbeitete Rahul mit lokalen Teams am Aufbau ihrer Europäischen Headquarter, eines davon in Großbritannien.  Parallel dazu traf er sich mit den Leitern anderen Acceleratoren und Inkubatoren, um mögliche Partnerschaften zu besprechen. Reshma’s Firma, die Gründer in frühen Phasen unterstützte, war natürlich ein interessanter Verbündeter, besonders da einige ihrer Startups schon für den Schritt nach Indien und Asien bereit waren. Sie hatte mit Rahul die Zusammenarbeit ausgelotet. Die Reise, wie jede Reise nach Indien, hatte ein Feuerwerk an geliebten Kindheitserinnerungen in ihr entzündet. Ihre Eltern hatten ihre Heimat verlassen, als sie ein Teenager war und die Traditionen der ehemaligen Britischen Kolonie gegen den amerikanischen Lebensstil eingetauscht.

Zurück nach der Landung in München war sie auf dem Weg vom Gepäckband zur Hyperloop-Station einem alten Freund begegnet, den sie schon seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen hatte. Da Andy vor seinem Weiterflug eine Stunde Zeit blieb, hatten sie sich ein kleines Café gesucht und dort bei einem großen Latte die letzten Neuigkeiten ausgetauscht. Es war immer noch früh am Morgen gewesen und sie hatte auf dem Nachtflug nicht viel geschlafen. Da war der Wachmacher genau richtig gekommen, auch wenn Andy meinte, sie sähe so jung wie immer aus. Er arbeitete seit einiger Zeit für einen Roboterhersteller, dessen aktuelles Model es ihm besonders angetan hatte. Details waren streng geheim. Andy sah mit Jeans und Pulli genauso aus wie immer, nur etwas grauer an den Schläfen.

„Wir stehen kurz vor einer echten Revolution“, hatte er gesagt. „Bald wird es nichts mehr geben, was ein Roboter verglichen mit uns nicht kann. Wir werden ihnen Menschenrechte geben müssen.“ Etwas in seinen Worten jagte ihr einen Schauer über den Rücken. Sie hatte sich gefragt, ob er sich seit ihrer gemeinsamen Schulzeit wirklich so verändert hatte und jetzt mehr für Roboter als für Menschen empfand. Doch er war seit über 30 Jahren ein guter Freund. Sie war einfach nur übermüdet gewesen und er begeistert von seiner neuen Arbeit.

Außer Atem erreichte sie das Café. Ihr Laptop war noch da. Es lag vergraben unter einem Haufen von Tagezeitungen, die Andy dort hingeworfen hatte. Reshma schnappte sich den PC und stürmte zurück. Die Gedanken in ihrem Kopf rasten. Wie hatte sie ihn nur vergessen können? Sie war eben auch nur ein Mensch. Doch die Informationen auf dem Gerät waren Gold wert und daher nach aktuellsten Standards verschlüsselt. Trotzdem. War es möglich, dass sich jemand Zugriff verschafft hatte? Sie musste das dringend von ihrem Team überprüfen lassen. Zurück an der Hyperloop-Station rannte sie durch die offene Röhrenschleuse und stieg in die Transportkapsel, wo sie sich erschöpft und gleichzeitig vollkommen wach in einen der sechs Sitze fallen ließ.

„Ist die Fahrt noch nicht genug Nervenkitzel?”, lachte Mariana. “Schnall dich an, es geht gleich los.“

Reshma schickte noch schnell eine Nachricht an ihr Forensik-Team. Ihre ganze Kommunikation wurde seit einiger Zeit über den Service eines Schweizer Startups verschlüsselt. Dort hatte man eine spezielle Netzwerkarchitektur entwickelt, in der Kundendaten nur für deren Kommunikation untereinander genutzt, nicht aber beim Startup gespeichert wurden. So konnten sie von Hackern nicht kompromittiert werden. Zum Vergnügen der Entwickler war ihre Verschlüsselung über AES mit 256 Bit-Schlüssel und ZRTP-Protokoll während der Übertragung so sicher, dass selbst die NSA sich daran die Zähne ausbiss. Reshmas geschäftliche Kommunikation war nicht nur ausschlaggebend für ihren eigenen, sondern auch für den Erfolg ihrer Klienten. Nicht selten fühlte sie sich wie das Mitglied eines Geheimdienstes.

Die Luke des Pods schloss sich mit einem gedämpften Klicken. Danach sahen sie, wie die Tür der Röhre verriegelt wurde. Ein leises Summen ertönte, während die Luft aus der Röhre gesaugt wurde. Eine Anzeige vorne im Pod zeigte die verbleibenden Sekunden bis zum Start. Alle hielten die Luft an. Der Start war weniger ruppig, als sie erwartet hatte. Sie genoss die Beschleunigung, die sie in ihren Sitz drückte. Mariana AvezumAuch auf Marianas Gesicht breitete sich ein breites Grinsen aus. Das Einklappen der Räder war kaum zu spüren, als der Pod Schallgeschwindigkeit erreichte. Drei ihrer Mitreisenden klatschten, obwohl es keinen Piloten gab, dem man Tribut zollen konnte.

Der Pod schoss völlig selbständig und schneller als das gesprochene Wort im annähernden Vakuum auf der von der Röhre vorgegebenen Route. Die notwendige Energie, um die gut 2.000 Kilometer lange Strecke in unter zwei Stunden zurückzulegen, kam von Solarzellen, die außen im Freien auf der Röhre montiert waren. Da kein Stopp zwischen München und Lissabon vorgesehen war, gab es Wasser, extra Luft, eine Toilette und ein Erste-Hilfe-Set an Bord. Im Notfall würde die Transportkapsel bei einer der Wartungsöffnungen zum Stillstand gebracht werden. Per Satellitenverbindung wurde sichergestellt, dass immer eine Kommunikation zum Kontrollzentrum bestand. Ein Teil der verfügbaren Bandbreite konnte von den Passagieren für ihre Emails genutzt werden. So würde Reshmas Team den Inhalt ihres Laptops unter die Lupe nehmen.

Als die Sicherheitsindikatoren ausgeschaltet worden waren und man sich frei bewegen konnte, drehten Reshma und Marina ihre Sitze zueinander und klappten den Tisch dazwischen auf, um zu arbeiten. Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme dieser Strecke wollten sie in ganz Europa Hyperloop-Linien bauen.

Die Gründe, warum gerade München und Lissabon zuerst verbunden wurden, waren einfach. München lag zentral in Europa und bot sich als idealer Knotenpunkt an, da hier viele Konzerne aber auch junge und innovative Firmen ansässig waren.

Lissabon

Lissabon hatte sich nach der beherzten Entscheidung der portugiesischen Regierung, private Investments in Gründungen mit einem 200 Millionen Euro schweren öffentlichen Fond zu unterstützen, zum quirligen Startup-Zentrum Europas und inspirierenden Gegenpol zu Kalifornien entwickelt. Die Verbindung zu den Brexit-geplagten Briten hatte sich verstärkt, nachdem der portugiesische Premierminister alle Startups öffentlich eingeladen hatte: „Ihr seid immer willkommen“. Immer mehr Gründer nahmen ihn beim Wort und viele junge Firmen aus London verlegten ihren Hauptsitz an die Atlantikküste und behielten nur noch eine kleine Niederlassung in der alten Heimat – für den Fall, dass sich dort doch wieder etwas ändern sollte.

Sobald die Fertigstellung der Lissabon-Strecke greifbar war, hatte sich Mariana die Verbindung zwischen Hongkong und Taipeh, mit über fünf Millionen einkaufswilligen Chinesen eine der weltweit meistbeflogenen Routen, angesehen. Doch die Überbrückung des Meers stellte eine enorme Herausforderung dar. Mariana, die stark durch die Verkehrssituation in ihrer ehemaligen Geburtsstadt Sao Paolo noch während ihrer Studentenzeit in München den Grundstock für ihre Hyperloop-Firma gelegt hatte, wollte auch im Gütertransport Fuß fassen.

BejingIhr größtes Ziel war, eine Strecke von München über Moskau nach Jingjinji zu bauen. Letzteres war das ehrgeizige Unterfangen der Chinesen, aus den bisherigen Bezirken von Bejing (Jing), Tianjin (Jin) und Hebei (Ji) eine 130 Million Einwohner umfassende Mega-Smart-City zu erschaffen – streunende Hunde nicht inbegriffen.

Die Versorgung dort würde eine zentrale Herausforderung darstellen, insbesondere mit umweltschonenden Transportmitteln, die dem Klimawandel nicht noch weiter befeuerten. Reshma hatte vor einigen Wochen angefangen, bei möglichen Finanzgebern anzufragen.
Auf ihrem Laptop befanden sich Informationen zu den Summen, mit denen sich einige Investoren ein Stückchen des Kuchens sichern wollten. Sollten sich wirklich alle für eine Beteiligung an dem Projekt entscheiden, wäre es finanziell gesehen ein Spaziergang.

Reshmas Forensik-Team hatte sich noch nicht gemeldet und das machte sie unsicher. Sie wollte auf keinen Fall ihr Laptop starten ohne eine Bestätigung, dass keine Erpressungssoftware installiert worden war. In solchen Fällen zahlte es sich aus, paranoid zu sein. Ihr Telefon klingelte einmal. Es war eine unverschlüsselte Nachricht.

“Weißt du, was dein Junge gerade so treibt?” Sie runzelte die Stirn. Was war das denn? Der Absender war unbekannt.

“Wer ist das?”, wollte sie wissen, bekam aber keine Antwort. Reshma rief ihren Sohn an und natürlich landete sie bei der Mailbox. Er war in der Vorschule. Sie schickte ihm eine Nachricht, damit er zurückrief. Dann sah sie wieder auf die seltsame Frage. Sollte sie ihren Mann informieren? Sie entschied sich zu warten. Vielleicht war es nur ein Blindgänger.

LissabonEine blonde junge Frau ihnen gegenüber sah sie lächelnd an und widmete sich dann wieder ihrem Buch. Sie hieß Sarah und hatte in Lissabon einen Termin mit einem brasilianischen Rennfahrer. Mariana kannte sie aus einem ihrer Netzwerke, in dem Frauen und andere Minderheitsgruppen sich dabei unterstützten, in der Technologiebranche erfolgreich zu sein. Sarah war ein Ambassador der Community. Reshma nahm sich vor, sich das Netzwerk näher anzuschauen.

Sie erinnerte sich an die Unterstützung ihrer Lehrer in der Schule und ihrer Eltern. Sie hatten sie immer ermuntert, ihren eigenen Weg zu gehen und das zu tun, worin sie gut war und was sie begeisterte. Doch nicht jeder wuchs in so einem Umfeld auf. Daher engagierte sie sich bei der „Gründer an Schulen“-Initiative, um etwas zurückzugeben. Sie besuchte Mittelschulen und Gymnasien, um dort ihr persönliches Motto mit den Schülern zu teilen: immer neugierig zu bleiben und sich nicht durch das, was alle anderen taten, von seinem eigenen Weg abbringen zu lassen. Vielleicht konnte sie bei den Diversity Natives auch einen Beitrag leisten?

Endlich informierte ihr Team sie, dass ihr Rechner sauber war. Sie ging mit Mariana die Fragen der Investoren durch. Erst nach deren Entscheidung konnten sie richtig mit dem Projekt „Jingle Bells“ loslegen. Mariana war sichtlich beeindruckt, welche Summen manche Investoren bereit waren, auf den Tisch zu legen. Die Liste war der reinste Sprengstoff für einige der ganz Großen in der Logistik- und Automobilbranche. Denn letztendlich konnte die Umsetzung ihres Projekts das Ende so manch eines Dinosauriers bedeuten, der nicht mit der disruptiven Entwicklung neuer Mobilitätskonzepte Schritt hielt.

Ihr Team war sich durchaus bewusst, welche Auswirkungen fahrerlose Transportmittel auf den Jobmarkt hatten. Daher befasste sich eine spezielle Arbeitsgruppe mit alternativen Einkommensquellen für die Personen, deren Tätigkeit durch den Hyperloop entfiel. Reshmas Telefon kündigte eine weitere Nachricht an.

„Wir wissen, wo dein Junge heute sein wird.“ Wieder ein unbekannter Absender. „Was wollen Sie?“, schrieb sie zurück. War das ein schlechter Scherz? Sie versuchte noch einmal ihren Sohn zu erreichen. Wieder nur die Mailbox. Nervös rief sie ihren Mann an, doch auch Philip meldete sich nicht.

Sie hinterließ eine Nachricht. Die Sicherheitsbeleuchtung des Pods wurde aktiviert und alle elektronischen Geräte mussten ausgeschaltet werden. Schlechtes Timing.
Die Ankunft in Lissabon wenige Minuten später verlief nicht ganz so reibungslos wie die Abfahrt. Ihre Transportkapsel wurde nicht schnell genug verlangsamt, so dass sie abrupt abgebremst werden musste, um nicht mit dem Notrammbock zu kollidieren. Als sich die Luke des Pods öffnete, lag der Geruch versengter Bremsklötze in der Luft.

Mariana wurde sofort von ihrem Technikteam vor Ort umzingelt. Reshma eilte zum Ausgang und drückte die Wahlwiederholung für ihren Sohn. Noch immer kein Glück. Sie rief ein Taxi, um zum Startup Hub in der Innenstadt zu fahren. Endlich klingelte ihr Handy. Erleichtert hörte sie die Stimme ihres Sohnes.

Janu war total aufgeregt, denn er war eben mit seiner Vorschulklasse von einem Ausflug auf den Mars zurückgekommen – im übertragenen Sinn. Einer der Schulbusse war umgebaut worden, um die gesamte Gruppe auf eine virtuelle Reise dorthin mitzunehmen. Die Fenster des Busses waren durch spezielle Bildschirme ersetzt worden, auf die ein hochleistungsfähiger Spielerechner die in Echtzeit berechnete Marslandschaft projizierte. Das Straßenraster ihrer Stadt war über die von der Game Engine erzeugten Marsoberfläche gelegt worden, um das Virtual Reality Erlebnis so echt wie möglich zu gestalten. Wenn also der Bus im echten Leben rechts abbog, so wurde die Projektion auf den Bildschirmen entsprechend um den gleichen Blickwinkel geändert. Ihr Sohn liebte solche Sachen.

Kubo Robot, Learn to Code, Coding, EdtechAber er hatte genauso Spaß an echten Spielen, bei denen man nicht nur konsumierte, sondern auch durch eigene Aktivität selbst etwas lernen konnte. Selten gab es einen Tag, an dem er nicht seinen kleinen Roboter samt Lernkarten im Rucksack verstaut hatte. Sobald er in einer freien Minute irgendwo einen Tisch fand, legte er verschiedene Aufgaben mit den Karten und der kleine Roboter fuhr darüber, um die Richtigkeit zu überprüfen. Damit konnte er nicht nur Mathematik üben, sondern auch richtig programmieren lernen.

Während sie telefonierten, klopfte ein anderer Anrufer an. Es war ihr Mann. Nachdem sie Philip von den beiden Nachrichten erzählt hatte, waren sie sich einig, dass er Janu sofort von der Schule abholen sollte. Er würde ihn zu seinem nächsten Termin mitnehmen, wo sie sicher wären. Der Roboterhersteller, den Philip bei den Vorbereitungen zum Produktlaunch unterstützte, würde nicht einmal eine Fliege ohne Ausweis durchlassen. Als Reshma auflegte, war ihr Mann bereits mit Janu auf dem Weg von der Schule zu seinem Kunden. Jetzt fühlte sie sich besser. Sie hoffte immer noch, dass sich jemand ein geschmackloses, aber harmloses Spiel mit ihr erlaubte. Doch dem war leider nicht so.

„Es ist noch nicht vorbei. Wir wollen die Liste”, erschien die nächste Nachricht auf ihrem Smartphone-Display. Dieses Mal in Großbuchstaben. Was war gemeint? Etwa die Hyperloop-Liste? Woher konnten sie davon wissen?
Sie musste auf Zeit spielen. “Welche Liste? Wer seid ihr?”

“Die Hyperloop-Liste. Druck sie aus. Weitere Anweisungen folgen. Keine Polizei. Sonst wird dein Sohn…”

Sofort rief sie wieder Philip an. Sie waren fast da und bisher hatten sie nichts Ungewöhnliches bemerkt. Niemand folgte ihnen, soweit Philip das beurteilen konnte. Was war da nur los? Wie könnte jemand ihrem Sohn jetzt etwas antun?
Sie schickte eine Nachricht an den Unbekannten: “Ich muss einen Drucker finden.”

Sie kam am Startup-Hub an. Ihr erster Termin wäre mit der Fluggesellschaft des Landes gewesen. Sie wollte sie für den Service, den eins ihrer Startups anbot, gewinnen. Carlos und sein Team hatten eine Lösung für den Markt der Mitarbeiterfortbildung entwickelt.

LissabonAllein bei Firmen in USA wurden jährlich etwa viertausend Dollar pro Mitarbeiter für dessen Fortbildung zurückgestellt. Bei großen Firmen eine enorme Steuerminderung. Allerdings nahmen nicht einmal die Hälfte der Angestellten dies in Anspruch. Entweder wussten sie nichts davon oder der Vorgang war ihnen zu umständlich, da sie die Leistungen selbst vorstrecken und dann die Rückerstattung über Ausgabenformulare beantragen mussten.

Carlos Startup fungierte als Plattform zwischen Firmen, Mitarbeitern und Anbietern von Fortbildungsmaßnahmen oder Lehrmaterial. Sie vereinfachten den gesamten Prozess. Die Rückstellungen der Firmen wurden in eine virtuelle Währung umgewandelt, die Mitarbeiter direkt zum Kauf von Kursen oder Büchern verwenden konnten. Dieses System konnte für die Fluglinie in zweierlei Hinsicht interessant sein. Einmal für ihre eigenen Angestellten und zum anderen für ihre Passagiere, die während längerer Flüge die Zeit nicht nur für den Konsum von Kinofilmen nutzen wollten. Doch sie konnte das Meeting jetzt auf keinen Fall wahrnehmen und bat eine Kollegin, per Videocall für sie einzuspringen.

Reshmas Telefon vibrierte. Ihr Mann und Sohn waren eben bei dem Roboterhersteller angekommen. Philips Gesprächspartner, der Technikvorstand, war noch nicht da. Janu hatte sich in der Zwischenzeit schon mit einer der Elektronikkreaturen angefreundet. Er war ganz beeindruckt von deren menschlichen Gesichtszügen und der Art, wie Dick – so hatte sich die Maschine vorgestellt – auf seine Fragen reagierte. Der Android und ihr Sohn hatten es sich in einem Besprechungsraum gemütlich gemacht. Erleichtert sagte sie sich, dass ihre zwei Männer im Moment sicher waren.

Doch kurz darauf erschien eine neue Nachricht und ihr blieb fast das Herz stehen: „Wir haben jetzt deinen Sohn. Also keine Spielchen!“

Sie rief ihren Mann an. „Hol Janu sofort aus dem Raum. Es ist eine Falle!“

Am anderen Ende hörte sie wie Philip einen Mitarbeiter seines Kunden anschrie. Doch der war sichtlich erstaunt. Auch der herbeigerufene Firmenchef schwor, dass seine Firma nichts mit der ganzen Sache zu tun hatte. Gemeinsam rannten sie zum Besprechungsraum. Die Türen waren von innen verriegelt. Ihr Sohn war mit dem humanoiden Roboter eingesperrt. Kurz darauf kam Licht in die Sache. Ein Techniker der Firma hatte festgestellt, dass Dick kurz zu vor manipuliert worden und dadurch in der Lage war, die Kontrolle zu übernehmen.

Ein Zugriff auf ihn war derzeit unmöglich. Die einzige Chance, ihren Sohn aus dem Raum zu retten, war, wenn dieser den Android irgendwie außer Gefecht setzte. Doch wie sollte Janu das anstellen? Es gab keine Möglichkeit, mit ihm zu sprechen. Der Raum hatte keine Fenster und die Wände ließen keinen Laut durch. Es war auch nicht einzuschätzen, wie Dick reagieren würden, wenn sie den Jungen auf seinem Handy anriefen. Sie sahen nur die Übertragung der im Zimmer installierten Überwachungskamera. Der Android saß direkt neben ihrem Sohn und hatte den Arm auf dessen Stuhl gelegt. Seine emotionslosen Augen sahen direkt in die Kamera. Sie schienen zu sagen: „Pech gehabt.“

Reshma zermarterte sich das Hirn, während sie hörte, wie ihr Mann und sein Kunde diskutierten. Es wurde ein Spezialteam gebildet, das herausfinden sollte, wie zur Hölle das alles hatte passieren können; und um den Schurken zu finden, dem sie den Schlamassel verdankten. Plötzlich fiel ihr Janus kleiner Roboter ein.

Er war per Internet mit einer Lernplattform verbunden, bei der sie seinen Fortschritt verfolgen konnte. Über die Plattform wurden tägliche Aufgaben verteilt. Man konnte sich aber auch mit anderen verbinden, um einen spielerischen Wettbewerb zu starten. Eltern konnten eigene Aufgaben für ihre Kinder erstellen. Reshma hatte ebenfalls so einen kleinen Roboter, mit dem sie normalerweise zusammen mit ihrem Sohn ein ganz besonderes Spiel spielte: Musikstücke erkennen. Er liebte Musik und kannte mehr Songs als jeder Erwachsene in ihrem Umfeld. Abwechselnd legten sie mit den Musiknoten-Karten die ersten Takte eines Liedes, die der Roboter erkannte und per Bluetooth an ein angeschlossenes Gerät mit Lautsprechern übertrug. Der jeweils andere musste dann erraten, um welchen Song es sich handelte. Natürlich gewann Janu immer. Das System hatte vor kurzem ein Upgrade erhalten, so dass die kleinen Roboter jetzt direkt über eigene Lautsprecher Sprachsequenzen und Melodien wiedergeben konnten. Der Techniker überprüfte kurz die Funkverbindung in den Besprechungsraum. Sie war nicht unterbrochen.

Tommy Otzen, Kubo RobotReshma musste Tommy anrufen. Seine Firma hatte die kleinen Lernroboter entwickelt. Sie hatte den jungen blonden Dänen damals kennengelernt, als er vor einer Horde Investoren das Konzept seines Startups gepitcht hatte. Bereits damals war sie von deren integrierten Lernansatz begeistert gewesen. Tommy würde bestimmt etwas einfallen. Doch bevor sie ihn anrufen konnte, erschien die nächste Nachricht auf ihrem Handy: „Web Summit. Center Stage. In einer Stunde. Vergiss die Liste nicht. Sonst vergisst Dick seine gute Erziehung.” Wer war nur dieser Mistkerl?

Der Gedanke, dass ein Roboter ihrem Sohn etwas antun könnte, jagte ihr einen Schauer über den Rücken. Dasselbe Gefühl hatte sie heute schon einmal gehabt. Heute Morgen. Das würde einen Sinn ergeben. Es musste Andy sein. Ihr Treffen war nicht zufällig, sondern vorsätzlich gewesen. Ein geplanter Verrat. Er musste versucht haben, die Informationen von ihrem Laptop zu stehlen. Nachdem ihm das nicht gelungen war, hatte er es auf ihre Familie abgesehen. Wie konnte er nur so eiskalt geworden sein? Zum Glück kannte ihr Mann Andy ebenfalls. Sie rief ihn noch einmal an und der Firmenchef bestätigte, dass Andy seit kurzem bei ihnen arbeitete.

Die Frage war nun, wen sie in Lissabon treffen würde. War es Andy oder ein Komplize? Er konnte schlecht an zwei Orten gleichzeitig sein. Doch zuerst mussten sie Dick aus dem Verkehr ziehen. Zuversichtlich, dass durch die Verschlüsselung ihrer Kommunikation niemand mithören konnte, rief sie Tommy an. Er nahm den Anruf sofort entgegen. Nach ein paar Minuten stand ihr Plan fest. Tommy würde heute ihren Part im Spiel übernehmen und von seiner Seite aus Janus Roboter mit Musikauszügen versorgen. Dann würde er langsam anfangen, das Spiel zu ändern.

Sie konnten nur hoffen, dass Dick keine Einwände zeigte, wenn Janu seinen kleinen Lernfreund aus dem Rucksack holte. Doch wieso sollte der Android Verdacht schöpfen, dass es um mehr ging als ein Spiel? Sie winkte ein Taxi herbei, um zum Park der Nationen, dem ehemalige Gelände der Weltausstellung von 1998 zu fahren, wo sich über fünfzigtausend Technikbegeisterte tummeln würden. Tommy hielt sie dabei auf dem Laufenden. Er hatte eine Konferenzschaltung mit ihr und Philip aufgebaut.

LissabonDa Janu nicht wissen konnte, dass etwas nicht stimmte, mussten sie behutsam vorgehen. Sie wollten ihn nicht erschrecken. Daher begann Tommy mit dem gewohnten Signal, das den Beginn der täglichen Lernsession einläutete. Treffenderweise hatte Janu dafür den Titel einer alternativen Rockband aus Las Vegas gewählt, der 2012 veröffentlicht worden war.

Gleich darauf startete Tommy mit einem bekannten Roxette-Song. Philip beobachtete die Videoübertragung der Kamera auf einem Tablet und schilderte, was er sah. Dick drehte seinen Kopf, um den kleinen Roboter unter die Lupe zu nehmen, schien aber das Teil als Spielzeug zu klassifizieren und keine Einwände zu haben. Janu lächelte verschmitzt und legte die ersten Takte eines James Brown Stücks. Reshma musste lachen. Wenigstens fühlte er sich gut.

Tommy und Janu begannen nun abwechselnd, die Anfangssequenzen von Songs zu legen. Doch der schwierigste Teil stand ihnen noch bevor. Sie mussten ihren Sohn dazu bringen, den Roboter in ein Spiel zu verwickeln, bei dem er keine Chance hatte zu gewinnen. Tommy war ein Artikel eingefallen, den er kürzlich gelesen hatte. Darin war beschrieben worden, dass künstliche Intelligenz dem Menschen noch in einigen Punkten deutlich unterlegen war. Comics zu verstehen und die Fortsetzung vorauszusehen waren so ein Bereich. Das lag daran, dass Gesichtserkennung bei Comicfiguren nicht sehr gut funktionierte, ebenso wenig wie die Erkennung der oft übertrieben gezeichneten Umgebung oder Umstände. Denn dafür musste man in der Lage sein, um die Ecke denken zu können.

Ihr Sohn hatte kein Comic-Buch dabei, aber er liebte Denkrätsel. Besonders die mit ungewöhnlichen Kombinationen. Janu musste also so viele Fragen stellen wie nur möglich, zu denen der Roboter parallel eine Antwort suchte. Dadurch hofften sie, die Maschine in genügend Zirkelbezüge zu verwickeln, um Dick letztendlich zu überfordern und Schach-Matt zu setzen. Tommy war inzwischen zu ein paar normalen Programmieraufgaben übergegangen, um den Roboter weiterhin in Sicherheit zu wiegen und gleichzeitig Janu auf den nächsten Schritt vorzubereiten.

Web Summit, LissabonReshma war fast am Expo-Gelände angekommen, doch nun steckte ihr Taxi im Stau fest. Sie war informiert worden, dass ein Ticket bei der Registrierung für sie hinterlegt war. Sie musste nur die App herunterladen und die Details eingeben, die ihr mit der letzten Nachricht geschickt worden waren. Dadurch wurde ein QR Code erzeugt, der sie zusammen mit ihrem Pass als die richtige Person für das Ticket identifizierte.

Der Verkehr war zum Erliegen gekommen. Ihr blieben nur noch dreißig Minuten. Keine Zeit zu warten. Sie zahlte und rannte Richtung Fluss. Dort stieß sie auf eine riesige Menschenmenge, die sich zum Eingang schlängelte. Tausende Technologie-Anhänger, Startups, Journalisten und Investoren waren unterwegs, um sich die Eröffnung der Konferenz nicht entgehen zu lassen. Neben Größen aus der Politik war auch ein berühmter Hollywood-Star angekündigt, der selbst ein Startup leitete. Die Organisatoren hatten den Zutritt aus Sicherheitsgründen auf einen einzigen Zugang beschränkt. Sie fluchte leise.

Web Summit, LissabonPlötzlich sah sie ein vertrautes Gesicht ein Stück weiter vor ihr. Es war die junge Frau, die mit ihr im Pod gekommen war. „Sarah“, rief sie laut und schlängelte sich entschuldigend durch die Masse. Falls ihr jemand folgte, würde sie nur eine Minute haben, um sie um Hilfe zu bitten. Sarah stellte keine Fragen und versprach zu tun, was nötig war. Sie mussten erreichen, dass die Person, die Reshma gleich treffen würde, von einem der vielen Sicherheitskräfte vor Ort unter Aufsicht gestellt wurde.

Mit ein paar Metern seitlichem Abstand voneinander pflügten sie durch die drei großen Hallen. Die Menge wurde immer dichter. Rechts und links von ihnen bauten Startups ihre Stände auf, polierten Unternehmen ihre Empfangstheken. Am Ausgang der letzten Halle wurden sie abrupt abgebremst. Vor ihnen standen aufgeregte Massen, die auf ihren Einlass in das Stadium warteten, in dem sich die Center Stage befand. Mit ihrem freundlichsten Lächeln drängelten sie sich bis zur ersten Reihe vor der Bühne vor.

Tommy hatte mit Janu inzwischen ein neues Spiel begonnen, indem er eine Audio-Sequenz an dessen kleinen Roboter übertrug: „Was hat einen Hals aber keinen Kopf?“ Der Junge war schlau. Sofort legte er die Antwort mit den Buchstaben-Karten.

„Was hältst du davon, wenn wir deinen neuen Freund mitspielen lassen?“, schlug Tommy als nächstes vor.

Das Gute an Androiden war, dass sie unbedingt Teil einer Unterhaltung sein wollten. Janu musste nicht lange überlegen. „Welche Leiter hat keine Sprossen?“ Eine gute Wahl, dachte sich Tommy und legte gleich noch eine Frage drauf: „Was ist das, was jeder hat, aber nie verlieren kann?“ Bevor Janu antworten konnte, fuhr er fort: „Du weißt das sicher, Janu. Aber dein Freund auch? Mal sehen, wie viele Fragen er an einem Stück beantworten kann.“

Dick schaute auf die ausgelegten Karten, sagte aber nichts. Dem Jungen schien die Idee zu gefallen und er begann weitere Rätsel vor dem Androiden auszulegen. Gleichzeitig feuerte Tommy von seiner Seite aus Fragesalven über den Audiokanal ab. Der Junge lachte über seine nächste eigene Frage:

„Was ist grün und kennt sich mit dem Gesetz aus?“ Da musste sogar Tommy einen Augenblick nachdenken, bevor er auf „Advokado“ kam. Im Gegensatz zu dem Android hatte Janu großen Spaß. Sofort legte er noch eine Frage: „Was ist orange und läuft über den Berg?“

Doch es war ein gefährliches Spiel. Sie konnten nicht einschätzen, ob Dick von selbst die Algorithmen in seinem künstlichen Gehirn beenden und durch eine unerwartete Reaktion den Jungen in Gefahr bringen würde. Bis jetzt schien ihr Plan zu funktionieren. Philip beobachtete alles über den Bildschirm. Neben ihm ein Team mit Äxten im Anschlag, bereit die Tür aufzubrechen. Das war jedoch nicht notwendig. Der Chef der Roboterfirma und sein Spezialteam hatten in einem entlegenen Kellerraum den Mann gefunden, der Dick manipuliert hatte.

Es war der Technikvorstand. Seine Versuche der letzten Minuten, den Roboter davon abzuhalten, sich zu zerstören, waren kläglich gescheitert. Zu spät hatte er erkannt, was passierte. Dick hatte sich sprichwörtlich das Hirn zermartert. Seine bisher menschlich erscheinenden Züge waren nun eingefroren. Reshma hörte, wie die Tür zum Besprechungszimmer aufgestoßen wurde. Philip bestätigte, dass Janu in Sicherheit war. Jetzt lag es an ihr, die Sache zu Ende zu bringen.

Web Summit, Center Stage, Lissabon

Mit klopfendem Herzen setzte sie sich an den Tisch in der ersten Reihe. Genau wie es in der Nachricht gestanden hatte. Der Stuhl neben ihr war reserviert, aber noch frei. Immer wieder ließ sie ihre Blicke durch den Raum streifen. Presseleute und Fotografen liefen vor ihr umher, um sich die beste Position für die Eröffnungsrede zu sichern.

LissabonSie drehte sich nach hinten um und suchte die immer voller werdende Halle nach ihm ab. Plötzlich saß ein bärtiger Mann im Anzug neben ihr. Es war Andy. Seine ungewohnte Verkleidung konnte sie nicht täuschen. Reshma machte schnell eine Panorama-Aufnahme von der Bühne. Das vereinbarte Signal für ihre Verbündete. Sarah stürmte sofort herbei und beschuldigte Andy lauthals. Er wäre der Typ, der sie draußen ganz mies begrapscht hätte. Bei der Veranstaltung gab es eine strikte Regelung, was Belästigungen betraf. In Sekunden waren sie von Sicherheitsleuten umrahmt, die Andy in Gewahrsam nahmen. Doch das genügte nicht. Sie mussten verhindern, dass er sich aus der Situation herauswand und ihnen entkam.

Philip und sein Kunde hatten in London die örtliche Polizei informiert und darauf gedrängt, dass diese umgehend ihre portugiesischen Kollegen in Lissabon in Kenntnis setzten. Aber Bürohengste waren keine Rodeopferde. Sie bevorzugten das Schritttempo. Sarah gab alles und legte eine derart dramatische Vorstellung hin, dass die Sicherheitsleute Andy gegenüber unnachgiebig blieben. Lissabon, Pink Street, Night Summit, Web SummitEndlich wurde er in Handschellen abgeführt. Reshma und Sarah machten ihre Zeugenaussagen zu dem eigentlichen Tatbestand. Als alles vorbei war, stellten sie fest, wie extrem hungrig sie waren.

Ein Drink konnte auch nicht schaden.

Sarah hatte bereits einen Plan. Als erstes gingen sie zu einem westlich vom Rossio gelegenen kleinen Lokal, dessen Essen eine Mischung aus einheimischer Küche und der aus Mozambique war. Danach genossen sie die letzten Sonnenstrahlen des Tages und liefen vorbei an dem hundert Jahre alten, elektrisch betriebenen Elevador de Santa Justa hinunter zum Fluss. Lissabon, RossioVon dort gingen sie den Hügel hinauf zur Oberstadt. An der Ecke Rua de Barroca und Travessa da Espera gab es einen kleinen Club, der eine gute Auswahl an Gin-Sorten hatte. Sarah hatte ihn beim Night Summit im Jahr zuvor entdeckt. Das Viertel der Pink Street in der Unterstadt war ihr zu überlaufen gewesen und sie war die vielen gewundenen Gassen des Bairro Alto entlanggeschlendert. Dort verteilte sich das muntere Treiben besser als unten.

Jetzt saßen sie vor ihrem zweiten G’n’T und Reshma wurde sichtlich entspannter. Sie hatte ein paar Mal mit Philip und ihrem Sohn telefoniert. Es ging ihnen gut. Nur das Warten bis zu ihrem Wiedersehen am nächsten Tag trübte die Freude darüber. Doch Reshma wusste, dass es keinen Sinn machte, Dinge ändern zu wollen, die man nicht ändern konnte. Immerhin hatte sich aufgeklärt, warum es um die Hyperloop-Liste gegangen war. Der Technikvorstand war gleichzeitig Teilhaber einer der großen Logistikkonzerne, die sich durch den Hyperloop bedroht fühlten.

Lissabon, Bairro AltoAus dem Augenwinkel sahen sie, wie zwei Typen die Bar betraten. Der eine erinnerte Sarah an ihren ehemaligen Nachbarn und der andere hätte als Heath Ledger in dessen verfilmter Autobiografie durchgehen können. Die zwei Männer bedachten sie mit einem schüchternen Lächeln und setzten sich auf die freien Hocker an der Bar. Es stellte sich heraus, dass die beiden aus Dänemark kamen und Produkt-Designer waren. Es dauerte nicht lang und sie philosophierten zu viert über Lieblingsstädte wie Tokio oder Seoul und die ethische Verpflichtung bei der Entwicklung neuer Technologien. Der Barkeeper kam und deutete fragend auf ihre leeren Gläser.

Sarah sah Reshma an: „ALG?“ Beide fingen herzhaft an zu lachen.

Denn wer wusste schon, ob dies der absolut letzte Gin des Abends sein würde.

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AUS DER CAPSCOVIL STORYTELLING KÜCHE
FEATURED ROLE MODELS: RESHMA SOHONIMARIANA AVEZUMTOMMY OTZEN
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